Eine Briefmarke für die Jungfraubahn

Mitteilung vom 06.03.2012

Die Post gibt zum 100-Jahr-Jubiläum der Jungfraubahn eine Sondermarke heraus. Die Zahnradbahn aufs Jungfraujoch ist auch 100 Jahre nach ihrer Eröffnung ein beeindruckendes Bauwerk. Was einst mit einer kühnen Idee begann, entwickelte sich mit der Zeit zu einer grossen Attraktion, die jährlich Hunderttausende anzieht. Weitere neue Marken sind dem Biber, dem runden Geburtstag der Stiftung Pro Juventute und einem Grundpfeiler des Lebens in der Schweiz, dem Zivilgesetzbuch, gewidmet. Diese und alle weiteren Marken der aktuellen Ausgabe sind ab 8. März 2012 gültig.

Die Jungfraubahn ist ohne Übertreibung ein Meisterwerk der Ingenieurskunst, und sie begeistert längst nicht nur Eisenbahnfans. Auf den gut neun Kilometern ab der Kleinen Scheidegg überwindet sie 1393 Höhenmeter, durchquert Eiger und Mönch, bietet fantastische Ausblicke und endet auf dem Jungfraujoch. Mit 3454 Metern über Meer ist dies die höchstgelegene Bahnstation Europas. Der Bau der Bahn war Ende des 19. Jahrhunderts zunächst bloss eine Vision des Zürcher Unternehmers Adolf Guyer-Zeller. Dank seiner Beharrlichkeit wurde sie aber Wirklichkeit: Nach langen Bauarbeiten gelang Anfang 1912 der Durchstich, am 1. August desselben Jahres nahm die Zahnradbahn ihren Betrieb auf.

Die Bahn als Touristenmagnet

In den letzten 100 Jahren hat sich die Jungfraubahn in der ganzen Welt einen Namen geschaffen. Hunderttausende Touristen lassen sich jedes Jahr bequem aufs Jungfraujoch transportieren – ein Vergnügen, das vorher geübten Alpinisten vorbehalten war. Die Schweizerische Post widmet der Jungfraubahn zu deren 100-Jahr-Jubiläum eine Sondermarke mit dem passenden Wert von 100 Rappen. Die Marke zeigt eine der berühmten roten Wagenkompositionen der Jungfraubahn, im Hintergrund stehen Eiger, Mönch und Jungfrau im Sonnenlicht.

Ein Nager auf einer Briefmarke

Mit dem Biber ehrt die Post ein Tier, das in der Schweiz eine bewegte Vergangenheit hat. Vor rund 200 Jahren waren die Nager ausgestorben, erst seit gut 50 Jahren ist der gewiefte Schwimmer wieder ansässig. Bereits rund 1600 Biber leben hierzulande – vor allem in der West- und der Nordostschweiz. Zu sehen bekommt man das Tier dennoch nur selten, denn es ist vor allem nachts aktiv. Nun zeigt sich der Biber auch auf einer neuen Sondermarke im Wert von einem Franken.

Eine besondere Pro-Juventute-Marke

Pro Juventute und die Post verbindet eine enge und lange Beziehung: Seit der Gründung der Stiftung, die sich für die Rechte und Anliegen von Kindern und Jugendlichen einsetzt, erscheinen die weitherum bekannten Pro-Juventute-Briefmarken. Heuer feiert die Organisation ihren 100. Geburtstag, weshalb die Post eine separate Sondermarke – wie üblich mit einem Zuschlag von 50 Rappen zugunsten der Stiftung – herausgibt. Im Herbst werden dann wie gewohnt drei «gewöhnliche» Pro-Juventute-Marken erscheinen. Eine weitere Marke ist einem nur auf den ersten Blick unscheinbaren Thema gewidmet: dem Schweizerischen Zivilgesetzbuch. Seit genau 100 Jahren liefert das ZGB einheitliche Regeln und Grundsätze des Zusammenlebens in der Schweiz. Grund genug, einen der wichtigsten Artikel des ZGB, jenen mit dem Grundsatz von Treu und Glauben, prominent auf einer Sondermarke zu verewigen.

Die Sujets der Briefmarkenausgabe 1/2012 – gültig ab 8. März 2012

  • «100 Jahre Jungfraubahn» – Sondermarke à 1.00 Franken«Biber» – Sondermarke à 1.00 Franken
  • «100 Jahre Pro Juventute» – Sondermarke à 1.00 (+ 0.50) Franken
  • «100 Jahre Schweizerisches Zivilgesetzbuch» – Sondermarke à 1.00 Franken
  •  «Janosch» – Sondermarke à 1.00 Franken
  • «Martinsloch» – drei Sondermarken à 1.00 Franken
  • «150 Jahre Schweizer Blasmusikverband» – Sondermarke à 1.00 Franken
  • «1400 Jahre Gallus» – Sondermarke à 1.00 Franken
  • «Gemüseblüten» – drei Dauermarken à 1.40, 1.80 und 1.90 Franken

Erhältlich unter  www.post.ch/philashop sowie in den Schweizer Philatelie- und Poststellen