«pro clima-Versand»: Kompensationsprojekt für die Post

Mitteilung vom 16.01.2012

Seit Anfang 2009 können Briefe, Pakete und Güter mit dem «pro clima»-Zuschlag versendet und damit die CO2-Emissionen kompensiert werden. Diese Zuschläge fliessen vollumfänglich in Klimaschutzprojekte. In einer Internetwahl können Kunden ab sofort wieder mitbestimmen, in welches internationale Gold-Standard-Klimaschutzprojekt die Post die «pro clima»-Zuschläge aus dem Jahr 2011 investieren soll. Erstmals wird ein Teil der CO2-Emissionen mit einem Schweizer Klimaschutzprojekt kompensiert. Investiert hat die Post zudem in die klimaschonende Paketzustellung: 2011 fuhren dort alle Gasfahrzeuge mit Biogas.

Wer die CO2-Emissionen kompensieren will, die beim Postversand entstehen, kann dies seit Februar 2009 mit dem «pro clima»-Zuschlag tun. Die gesammelten Zuschläge investiert die Post in hochwertige Klimaschutzprojekte, die ohne Zusatzfinanzierung nicht realisierbar wären. Dadurch werden die Sendungen CO2-neutral. Der «pro clima – Versand» hat sich seit der Einführung mit mehr als 191 Millionen Sendungen und über 260 Geschäftskunden erfreulich entwickelt. Die Post nutzt den «pro clima – Versand» selber und kompensiert die CO2-Emissionen, die durch ihre Korrespondenz entstehen.

Drei Projekte zur Auswahl

Die Post verfolgt eine konsequente Klimaschutzstrategie: Sie reduziert den Energieverbrauch so weit wie möglich und ersetzt Energien aus fossilen Quellen durch erneuerbare Energien. Über das Angebot «pro clima – Versand» können Kunden ihre Sendungen klimaneutral verschicken, indem die CO2-Emissionen aus dem Energieverbrauch kompensiert werden. Die Post investiert diese Zuschläge vollumfänglich in Klimaschutzprojekte mit höchsten Standards. Dieses Jahr wird mit einem Teil der «pro clima»-Zuschläge erstmals auch ein Schweizer Projekt unterstützt, das mit kleinen und mittleren landwirtschaftlichen Biogasanlagen auf Bauernhöfen Ökostrom produziert. Zudem wird wie in den Jahren zuvor zur CO2-Kompensation in ein ausländisches Projekt investiert. Kundinnen und Kunden wählen bis 31. Januar aus folgenden drei Projekten:

Kleine Biogasanlagen für Privathaushalte in Kambodscha

Mit Biogasanlagen in Privathaushalten können Energiekosten eingespart werden, und es fällt weniger Arbeit für das Sammeln von Brennholz an. Dank dem Einsatz von Biogas erhalten Familien in Kambodscha einen sauberen Brennstoff zum Kochen und Gas für die Beleuchtung. Dadurch werden Treibhausgasemissionen reduziert. Die Anlagen führen zu rauchfreien Küchen, mindern Gesundheitsprobleme und liefern fruchtbare Gülle, die für die Landwirtschaft genutzt werden kann.

Energieeffiziente Kochöfen in Ghana

Die Verwendung von immer seltener werdendem Brennholz ist ein zunehmendes Problem in Ghana. Deshalb wurde ein Projekt zur CO2-Emissionsreduktion ins Leben gerufen, das energieeffiziente Kochöfen für Privathaushalte zu günstigen Preisen zur Verfügung stellt. Das Projekt schafft Arbeitsplätze und Entwicklungspotenzial über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg.

Windenergieprojekt in Çatalca, Türkei

Mit der Erzeugung sauberen Stroms und dessen Einspeisung in das öffentliche Netz trägt der Windpark Çatalca in der Provinz Istanbul massgeblich zur Produktion von erneuerbaren Energien bei. Windenergie ist eine nachhaltige, erneuerbare Energiequelle und eine Technologie mit geringen Auswirkungen auf die Umwelt.

Biogas für die Paketzustellung

Gemäss der Klimaschutzstrategie der Post steigert sie die Energieeffizienz und setzt auf erneuerbare Energieträger. Deshalb hat die Post letztes Jahr ihre 140 Gasfahrzeuge in der Zustellung zu 100 Prozent auf Biogas von erdgas Zürich umgestellt. Das klimafreundliche Biogas stammt aus einer naturemade star zertifizierten Anlage aus Volketswil (ZH), die für die Produktion ausschliesslich Abfallstoffe verwendet.