Post-Lehrstuhl in Lausanne ist besetzt

Mitteilung vom 19.09.2002

Die Zusammenarbeit zwischen der "Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne" und der Schweizerischen Post steht: Nachdem vor rund einem Jahr beide Parteien der Partnerschaft im Grundsatz zugestimmt haben, hat nun das Wahlgremium den von der Post finanzierten Lehrstuhl "Management des Industries de Réseau (MIR)" mit Professor Matthias Finger besetzt.

Matthias Finger

Mit dem 47-jährigen Professor Matthias Finger wird an der "Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL)" nicht nur ein renommierter Wissenschafter, sondern auch ein international anerkannter Experte und Berater in den Gebieten Staatsreform, Regulierung und Liberalisierung von Infrastruktursektoren die Lehrtätigkeit aufnehmen. Der in Biel und Lyss aufgewachsene Matthias Finger hat 1986 sein Studium an der Universität Genf mit einem Doktorat in Politologie und 1988 mit einem weiteren Doktorat in Erziehungswissenschaften abgeschlossen. Nach Lehrtätigkeiten an der "Syracuse Universitiy" und an der "Columbia University" in New York berief ihn das "Institut des Hautes Etudes en Administration Publique (IDHEAP)" in Lausanne im Jahre 1995 als ordentlicher Professor auf den Lehrstuhl "Management öffentlicher Unternehmen". Nebst seinem Engagement als Gastprofessor an nationalen und internationalen Universitäten hat sich Matthias Finger in dieser Zeit mit der Transformation der öffentlichen Unternehmen in der Schweiz und im Ausland beschäftigt, dies in den wichtigsten Infrastruktursektoren der Kommunikation, der Logistik, und der Energieversorgung. Professor Finger nimmt seine Lehrtätigkeit an der EPFL ab Studienjahr 2002/2003 auf.

Enge Zusammenarbeit

Als qualitativ führende Hochschule im Forschungsbereich "Netz / Infrastruktur / Technologie" (Telekommunikation, Logistik, Transport, Energie / Kommunikation, Biotechnologie, Information/Technologie usw.) verfügt die EPFL über weitgehende Erfahrungen, die es ihr erlauben, nun auch im Managementbereich in neue Dimensionen vorzustossen. Die EPFL und die Post werden in den Gebieten der Forschung, Ausbildung und Wissenstransfers zusammenarbeiten. Der von der Post finanzierte Lehrstuhl wird dem neuen "Institut Logistique, Economie et Management des Technologies (LEMT)" angegliedert. Zudem soll diese Professur auch mit den "Hautes Ecoles de Commerce (HEC)" der Universitäten Lausanne und Genf kooperieren. Mit dem Lehrstuhl verfolgt die Schweizerische Post zwei Ziele: Einerseits soll der Zugang zu aktuellem und interdisziplinärem Wissen geschaffen werden, das für die Geschäftstätigkeit relevant ist. In erster Linie geht es dabei um Managementwissen, aber auch um Wissen in den Bereichen Netzwerkunternehmungen und Politik. Andererseits soll die Zusammenarbeit der Post erlauben, neue Ideen zu entwickeln und zu testen, wie sie dies im Unternehmen selbst nicht tun könnte.